Autor: Frank

  • Tarifa – Chipiona

    Heute fahre ich weiter Richtung Westen, dabei wiederholt sich die Tour von gestern zum Teil. Dieser Teil von Andalusien ist nicht so extrem erschlossen und es gibt einfach nicht so viele Straßen. Zudem gibt es beispielsweise bei Barbate, ein riesengroßes Sumpf und Überschwemmungsgebiet, allenthalben ragen Berge und Gebirgszüge empor, und damit reduziert sich schon enorm die Möglichkeit, die Landschaft mit Straßen zu überziehen. Ich habe mir die beiden Weißen Dörfer – Puebla Blancas- Vejer de la Frontera und Midonia Sidonia ein bisschen angesehen. Eigentlich ist es eher ein Durchstochern, verliere mich auch diesmal in den Gassen, die zudem extrem steil und schmal sind. Ehe ich mich versehe, bin ich auch schon wieder aus den Orten. Da ich in beiden Dörfern bei einer früheren Reise schon einmal war, und mich tatsächlich auch noch an vieles wieder erinnern konnte, habe ich mich mit dem Durchfahren arrangiert. Auch heute gibt es wieder reichlich Wind Richtung Meer, was die Windparks erfreut, aber zum Fahren teilweise ganz schön herausfordernd ist. Da geht dann auch Vorsicht vor Geschwindigkeit, vor allem, weil mich der Wind ordentlich Richtung Fahrbahnmitte drängt und ich nicht alleine unterwegs bin. Nach einem leckeren Mittagessen und einer ausgiebigen Pause komme ich dann auf dem Campingplatz an. Er heißt Aguadulce, was Süßwasser bedeutet, das ich jetzt aber als Oberflächenwasser in Form eines Sees oder Flusses nicht gesehen habe. Diesmal liegt der Campingplatz wirklich weit ab von einer großen Straße und ich bin gute Hoffnung, mal eine Nacht durchschlafen zu können. Der Campingplatz ist von spanischen Familien vor allem für das Wochenende belegt. Entsprechend lustig und trubelig geht es zu. Zudem scheint es ein Fußballspiel zu geben, denn aus den festen Bungalows gibt es immer wieder laute Anfeuerungsrufe.

  • Tarifa-Rundfahrt

    Ich habe heute nach dem. Frühstück einen netten Schweizer – Dennis- kennengelernt. Das geht so wie bei den Hundebesitzern. Man stellt sich an das Motorrad schaut interessiert und mit Kennermiene und schon kommt ein Gespräch in Gang. Je nachdem wie der Andere oder auch die Andere gestrickt ist, gibt ein Wort das andere, heute mündete es in einer gemeinsamen Ausfahrt. Über das Facinas, etwa 30 km im Landesinneren fahren wir nach Barbate und lassen es uns in einer Bar am Strand gut gehen. Wir haben dann eigentlich dann ganzen Nachmittag verquatscht, was für mich nach 3 Tagen Selbstgesprächen eine sehr schöne Abwechslung war. Zu Barbate ist eigentlich nur zu sagen, dass Franco eine Retortenstadt an die Küste gebaut hat und, abgesehen von der Lage und einem beeindruckenden Pinienwald, gibt nichts bemerkenswertes. Kurz vor San Fernando haben wir uns im Baustellendurcheinenader verloren. Ich habe mich in der Altstadt komplett verzettelt, da durch die Einbahnstraßenregelung eine Durchquerung nicht möglich war… ich habe dann aufgegeben und bin wieder zurückgefahren. Der Wind bläst ganz ordentlich, deutlich spürbar auf dem Moped sobald man aus dem Windschatten kommt. An den geeigneten Stellen wird ein Windpark in die Landschaft gestellt, diese ist aber ohnehin nicht mehr reine Natur sondern schon ordentlich vom Menschen überformt. So werden Boden und Luft optimal genutzt. Neben diesen intensiv genutzten Flächen gibt es aber auch ganz viele extensive Flächen und viele große Naturschutzgebiete.