
Heute ging es von Burgos wieder an die Küste nach Llanes, eine weitere Querung der Picos de Europa. Burgos liegt schlampig auf 860 m üNN und es gab nur einen leichten Anstieg bis zum Pass, um dann um so steiler und längenmäßig erheblich kürzer an die Küste abzufahren. Ein Höhepunkt waren auf jeden Fall die Lobas de Orbaneja, tolle Kaskaden mit smaragdgrünem Wasser. Ich fuhr der Quelle des Ebro entgegen, vorbei an karstigem Kalksteinabbrüchen. Besonders toll fand ich die Zähne auf dem Kamm. Diverse Baustellen haben die geplante Tour zeitlich verlängert und so kam ich etwas später am Zeltplatz an. Der liegt ganz toll über einer Bucht und die Altstadt in 10 Minuten zu Fuß zu erreichen. Auf den Ort kam ich durch einen Typen, den Rudi und ich letzten Herbst in einem Restaurant kennengelernt haben. Der hat mir so von seinem Heimatort vor geschwärmt, so dass er auf die Besuchenliste kam.













Ich hatte das Moto noch nicht richtig abgestellt, da kam mir schon eine Frau entgegen, die jetzt keine so gute Energie verstrahlte. Auch dass ich bleiben wollte, veränderte nicht ihren Gesichtsausdruck. Ich buchte auf dem schattenlosen Platz eine Nacht und sie wies mir 2 Möglichkeiten für das Zelt zu, eine direkt neben der Rampe zum Zeltplatz. Wollte ich nicht. Die andere Fläche war so bucklig, dass man darauf kein Zelt aufstellen konnte. Ich ging zurück zum Platzwart, trug mein Ansinnen vor einen anderen Platz zu wollen und die Platzwärtin, sagt, dass das nicht ginge, weil die anderen Plätze größer seien und zudem für Wohnmobile. Jetzt muss man wissen, dass auf dem ganzen Platz etwa 10 Wohnmobile standen und der Platz so groß wie ein Fußballfeld war. Auf der Straße gab es auch keine Schlange von Wohnmobilen, die noch bleiben wollten. Ich wollte meinem Verlangen Nachdruck verleihen und sagte ich hätte dann gerne mein Geld zurück. Daraufhin griff sie in die Kasse, gab mir ohne Kommentar das Geld – 25 € -zurück.


Ich habe dann ein wirklich tolles Zimmer in einem kleinen Hotel gefunden, das nur das doppelte vom Zeltplatz kostete. Der war auch nicht mal günstig. „Lage, Lage, Lage!“ wie der Makler sagt, da kann man sich halt alles erlauben. Es wird auch schon langsam dunkel und bei dem Abendessen besserte sich dann schnell wieder die Laune. Gut dass ich mal jemanden wirklich Blöden getroffen habe, sonst wäre ich ja völlig kritiklos aus Spanien abgereist.