Die Nacht war angenehm ruhig, nur Naturgeräusche wie der Gesang der Nachtigall, irgendwelche Morgenvögel und natürlich war das Meer zu hören. Sehr schöne Geräuschkulisse. Mich hat dann doch überrascht wie kalt es in der Nacht wird, ich kam dann mit der sogenannten Komfortemperatur des Schlafsacks an die Grenzen meiner Komforttemperatur. Also noch mal einen Pulli nachlegen. Um 9:00 herrschte immer noch Ruhe auf dem Campingplatz, die Leute gingen den Tag sehr entspannt an. Ich plauderte mit meiner Nachbarin aus Kaiserslautern – gestrandet in Spanien vor vielen Jahren und jetzt auf der Suche nach einem Alterssitz in Spanien- danach brach ich zu einem ausgiebigen Strandspaziergang auf. Ich ging bei beginnender Ebbe los und einige Stellen waren sehr schmal, das Ufer eine Ministeilküste mit 3 Metern Höhe. Es waren angenehm viele Leute unterwegs, so gab es bei der Wanderung immer etwas zu sehen, mal abgesehen von der Natur. Ich kam an einer Stelle vorbei, die wohl als Namensgeberin diente, eine Minilagune mit Süßwasser. Es gab keine Bar, die ich besuchen konnte, es halt noch Vorsaison. Auf dem Rückweg gab es eine kleine Menschenansammlung am Strand, in der Mitte auf dem Sand ein kleiner Rochen – ca 60 cm mit Schwanz- verschiedene Menschen versuchten den Rochen wieder zurück ins Meer zu befördern. Allerdings war das nicht so einfach, da der Rochen ordentlich Schläge mit dem Schwanz austeilte und der ganze Kerl ist giftig. Einer Männer benetzte ihn mit Wasser, anderen hatten gute Ideen, wie der Fisch zurück findet. Ein kleiner Graben, in der Hoffnung, dass die Ebbe den Fisch mit nimmt, war nicht die Lösung. Zum Schluss beförderte einer der Angler den Rochen mit einem schaufelartigen Ding ins Wasser. Alle klatschten, belobigten den beherzten Mann und die Menge löste sich auf. Am Steilhang und neben den Wegen gab es schöne blühende Sukkulenten zu sehen, altrosa und weiß.
Mit Schrecken musste ich feststellen, dass das Restaurant im Campingplatz schon zu hatte – die Vorsaison verfolgt mich- nach einer kleiner Irrfahrt fand ich aber einen Platz zum Abendessen. Leider sind die Internetseiten nicht so super gepflegt, was sie Öffnungszeiten anbelangt und so stand ich vor einigen geschlossen Restaurants. Das ist nicht so schlimm, in einer Stadt aber auf dem Land können die Wege dann schon lang werden. Gute Nacht!


















