Heute fuhr ich weiter Richtung Westen, dabei wiederholte sich die Tour von gestern zum Teil. Dieser Teil von Andalusien war nicht so extrem erschlossen und es gab einfach nicht so viele Straßen. Zudem gab es beispielsweise bei Barbate, ein riesengroßes Sumpf und Überschwemmungsgebiet, allenthalben ragten Berge und Gebirgszüge empor, und damit reduzierte sich schon enorm die Möglichkeit, die Landschaft mit Straßen zu überziehen. Ich habe mir die beiden Weißen Dörfer – Puebla Blancas- Vejer de la Frontera und Midonia Sidonia ein bisschen angesehen. Eigentlich ist es eher ein Durchstochern, verliere mich auch diesmal in den Gassen, die zudem extrem steil und schmal sind. Ehe ich mich versehe, bin ich auch schon wieder aus den Orten. Da ich in beiden Dörfern bei einer früheren Reise schon einmal war, und mich tatsächlich auch noch an vieles wieder erinnern konnte, habe ich mich mit dem Durchfahren arrangiert. Auch heute gab es wieder reichlich Wind Richtung Meer, was die Windparks erfreute, aber zum Fahren teilweise ganz schön herausfordernd war. Da ging dann auch Vorsicht vor Geschwindigkeit, vor allem, weil mich der Wind ordentlich Richtung Fahrbahnmitte drängte und ich nicht alleine unterwegs war. Nach einem leckeren Mittagessen und einer ausgiebigen Pause kam ich dann auf dem Campingplatz an. Er heißt Aguadulce, was Süßwasser bedeutet, das ich jetzt aber als Oberflächenwasser in Form eines Sees oder Flusses nicht gesehen habe. Diesmal lag der Campingplatz wirklich weit ab von einer großen Straße und ich war guter Hoffnung, mal eine Nacht durchschlafen zu können. Der Campingplatz war von spanischen Familien vor allem für das Wochenende belegt. Entsprechend lustig und trubelig ging es zu. Zudem schien es ein Fußballspiel zu geben, denn aus den festen Bungalows tönten es immer wieder laute Anfeuerungsrufe.












