Caminho – Grana

Entlang der Küste, jetzt in Spanien, ändert sich auch recht schnell der Charakter der Landschaft. Sie ist jetzt weniger schroff, es gibt vielmehr so richtig große Findlinge. Wie aus dem Kartenausschnitt ersichtlich, gibt es ein Stück „Luftlinie“. Schon einiges von der Küste entfernt im Landesinneren, kam eine Fehlermeldung zum Navigationssystem. Da war ich ganz schön aufgeschmissen und wünschte mir die alte analoge Shellkarte. Meine Online Karten waren nicht mehr da (?) und ich müsste so nach Gefühl fahren. Leider hatte ich nur die größeren Ort im Gedächtnis, die aber auf den Nebenstraßen nicht vermerkt sind. Mit sehr oft anhalten und diversen Neustarts habe ich mich leidlich durch gestochert. An der Küste konnte ich mich dann wieder orientieren. Ich hatte aber so viel Zeit verloren, dass ich Santiago de Compostela habe auf der Strecke liegen lassen.

Über abenteuerliche Wege kam ich an einem Zeltplatz an und hatte wieder freie Wahl. Es gibt so einen Standardpreis für private Zeltplätze und der liegt bei 17 € und meistens gibt es auch ein Restaurant mit am Platz. Der Strand war etwa 500 m weit weg und es gab einen sehr schönen Dünenwanderweg, anfangs entlang einer kleinen Lagune. Später führte ein Abzweig ans Meer. Die Wellen waren hier höher wie am Surfspot „Nazaré“ in Portugal. Einige waren sogar ohne Neopren im Wasser, was ich sehr mutig fand, wobei es etwas wärmer war. Abends habe ich lange mit Vera gesprochen, was sehr schön war. Fast so was wie ein Heimatausflug!