„Optimismus ist Mangel an Information!“ (CB). Ich machte früh auf den Weg zum Alcazar in Sevilla, der gelegentlich auch vom Königspaar genutzt wird und einen wunderbaren Garten hat. Mit etwas Anstellen rechnete ich und suchte eine der Schlange, die offensichtlich nicht zu einer geführten Tour gehörte. Der Einlassgehilfe schmunzelte amüsiert bei meiner Frage, wo ich die Karten für heute kaufen kann. „Niemals für den selben Tag, Minimum eine Woche im voraus, wenn keine Saison ist!“. Siehe Anfang der Geschichte, überflüssig zu erwähnen, dass es sich mit der Kathedrale genauso verhält. Sevillaner mit Ausweis können direkt zur Messe in die Kirche, für Andere sieht es schlecht aus. Dann eben nicht! Gut, dass ich schon mal die Kathedrale besucht hatte.






Auf der anderen Seite des Guadalquivir befand sich das Museum für gegenwärtige Kunst, das in einer alten Fliesenfabrik aktuelle Ausstellungen zeigt. Auf dem Gelände befand sich auch die Kirche in der Kolumbus eine Weile bestattet war, neben weiteren Klosterräumen. Für die Nutzung des Geländes gab es keine Berührungsängste, die Brennöfen und Schornsteine baute man so wie sie am besten nutzbar waren. Da ragt die Basis einer Brennkammer schon mal in einen alten Seitenflügel des Klosters. Hauptthema war die Auswirkung des Kolonilalismus zwischen Afrika und Brasilien, Afrika und die USA und in Afrika. Die Neuschöpfung des Wortes „Amafrika“ steht dafür, dass das eine ohne andere nicht denkbar ist, kolonial betrachet nicht geografisch. Die digitale Installation stand für sich und hatte mit dem Haupthema nichts zu tun.







Mir gefiel die Nutzung der alten Kirchenräume sehr gut, das hatte schon eine besondere Atmosphäre. Bedenkt man, dass hier auch noch Kolumbus ruhte, wurde die koloniale Verbindung zwischen Europa, Amerika und Afrika gut begreifbar.


Zurück in der Altstadt genoss ich noch ein wenig die Abendstimmung. Auf den Plätzen trafen sich die Eltern aus der Nachbarschaft mit den Kindern, die auf dem Platz herumtollten. Es gab keine Spielgeräte, die Kinder spielten miteinander, die Eltern und Großeltern mit den Kindern. Direkt um die Ecke bei meiner Unterkunft entdeckte ich noch einen Uhrenladen mit Schweizer Uhren, passend zum Namen der Unterkunft.





